Teppiche kann man hier nicht knüpfen, dafür Kontakte
November 27, 2007
Montag.
Nachmittag.
Der Salon Bergen, unser Redaktionsraum.
Eine Sinfonie aus Kaffeeschlürfen, auf Tasten Getippe und konstruktiver Brabbelei. Man sollte nichts Böses ahnen.
Doch auf einmal wird es still. Muxmäuschenstill. Ein Mann betritt bedächtig und mit erhoben Haupte das Heiligtum unserer Textschmiede. Das Feuer brennt noch, aber Kaffee schlürfen wird genauso eingestellt wie das Gebrabbele. Irgendjemand raunt : “Ist er das?” ,ein anderer schnappt nach Luft. Ein Dritter ruft: “Wow!!!” Der nicht ganz so Fremde lächelt, gießt sich wie selbstverständlich einen Kaffee ein und badet im Glanze der Aufmerksamkeit. Studiengangsleiterin Annette Lessmöllmann kommt hinzu, unterbricht die andächtige Stille mit einem “Oh!” und begrüsst freudig den Neuankömmling. Sie stellt ihn uns vor. Aus Anstand, denn ein jeder(außer Doro) hat ihn längst erkannt. Ja, er ist es wirklich. Der “Pate der TV-Wissenschaftsformate”, Mr. Welt der Wunder, Der Hendrik, Der Hey. Sympatisch lächelnd steigt er über einige vor Ehrfurcht ohnmächtig gewordene Erstsemester, begrüsst alle Anwesenden und nickt, während Frau Lessmöllmann augenzwinkernd von der “einmalige Chanche” spricht, Mr. “Jimi Hendrix” Hey zu interviewen. Gerne steht er dazu zur Verfügung und beantwortet jede Frage ausführlich, egal wie offen oder geschlossen diese gerade gestellt sind. Er nimmt sich Zeit dafür seine neuen Konzepte vorzustellen, spricht von unseren guten Chanchen auf die begehrten Praktikumsplätze und verweist auf seine Teilnahme an der Podiumsdiskussion “Die Zukunft von Wissenschaft in Radio und TV”. Genauso schnell wie er kam, verschwand er auch wieder – und lässt uns leicht benommen zurück. Ein Kommilitone wird von anderen umringt.
Er hat sich Hey’s E-Mail-Adresse gesichert.
Jetzt wird gefeilscht.
Wie auf einem Basar. Nur ohne Teppiche, dafür mit Kontakten.