Keine Bange um Radio und TV

November 27, 2007

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Podiumsdiskussion: Zukunft von Wissenschaft in Radio und TV

Moderation: Christiane Götz-Sobel (ZDF)                                                                                                                 Diskussionsteilnehmer: Rüdiger Malfeld (WDR Hörfunk) Deborah Cohen ( BBC Radio) Hendrik Hey (Welt der Wunder)

Die Moderatorin Christiane Götz-Sobel leitet die Diskussion ein, indem sie die Teilnehmer fragt, ob die klassischen Medien (Fernsehen, Zeitung, Radio) dem Internet zum Opfer fallen. Die drei Teilnehmer beantworten diese Frage in Form von Referaten. Auf eine lebendige Diskussion warte ich vergeblich. Trotz des Themas „Zukunft von Wissenschaft in Radio und TV“ geht es nur nebenbei um den Aspekt der Wissensvermittlung. Nun zu den Stellungnahmen. Malfeld rät: „Keine Angst vor dem Internet.“ Das Radio wird nicht aussterben. Durch Streams und Podcasts werde das Radio in modifizierter Form weiterleben. Überhaupt verliere „Hören“ nicht an Bedeutung. Dies zeige der bestehende Hörbücher-Trend. „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“, so Malfeld. Schließlich hören wir seit ca. 80 Jahren Radio. Zudem erfüllt das Radio nicht ersetzbare Aufgaben. Mit der pulsschonenden Weckfunktion des Radios und Informationen zur Stau- und Wetterlage, kann der MP3 Player nicht mithalten. Eine weitere Vertreterin des Radios, ist Deborah Cohen. Sie ist Leiterin der Wissenschaftsredaktion von BBC World Service. Internet ist für sie ein Bereicherungsmedium. Kurz und knackig stellt sie die Homepage zur Radiosendung vor. Diese beinhaltet ausführliche Hintergrundsinformationen und hält Streams für neugierige Zuhörer bereit. Auch Welt der Wunder Moderator Hendrik Hey nutzt das Internet, um innovative Wege zu beschreiten. Er produziert www.wdwip.tv, ein eigenständiges Internet-TV-Format und eingegliedert in die Welt der Wunder GmbH. Auf der Plattform wird täglich 2 Stunden live gesendet. Der Clou bei wdwip.tv ist die Box. Der User hat hier die Möglichkeit seine Kommentare und Anregungen direkt den Moderatoren mitzuteilen. Diese Moderatoren gehen auf die Kommentare ein und können so Einfluss auf den Sendeablauf nehmen. Das heißt: Der User gestaltet die Sendung interaktiv mit. An der Nachfrage scheitert die Plattform definitiv nicht. „Einige User beteiligen sich so sehr, dass wir ihnen Administratorenrechte gegeben haben“, erzählt Hey. Alle drei Diskussionsteilnehmer sehen zuversichtlich in die Zukunft von Radio und Fernsehen. Internet ist eine Chance und kein „digitales schwarzes Loch“, wie die Moderatorin am Anfang zu bedenken gab.

 

 

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