Gänsehautfeeling

November 29, 2007

cohen_b.jpgMöchten Sie mitkommen auf eine Reise in den menschlichen Körper? Miterleben, was sich bei einem Herzinfarkt oder einem Asthma-Anfall in den einzelnen Organen abspielt? Oder darf es lieber ein Abenteuer zum höchsten Punkt der Erde sein? Die athemberaubenden Bilder von BBC vermitteln den Eindruck, man sei mittendrin statt nur dabei. So ergeht es zumindest den Zuhörern des Vortrags zum Thema „Arbeiten bei der BBC“ von Deborah Cohen (rechts), der Leiterin der Wissenschaftsredaktion von BBC World Service. Zur Einstimmung präsentiert diese Trailer zu verschiedenen Wissenschaftsserien, was dazu führt, dass sich zumindest bei mir die Gänsehaut aufstellt.

BBC habe, was Wissenschaftsjournalismus anbelangt, eine Vorbildfunktion in Deutschland, so Christina Sartori (links), Redakteurin in der Wissenschaftsredaktion des WDR 5. Eines der Erfolgsrezepte hierbei ist es, das Publikum auf einer emotionalen, unterhaltenden, spannenden sowie dramatischen Ebene zu fesseln – dies steht auf einer Präsentationsfolie von Frau Cohen.

Es kommt die Frage auf, wie entschieden wird, über welches Thema BBC berichtet. Dazu führe man viele Gespräche, u.a. auch mit den Zuhörern bzw. Zuschauern, antwortet Cohen. Im Endeffekt nehme man schließlich Themen, die eine „direct relevance to people’s lives“ haben, dazu beitragen, die Öffentlichkeit in gewisser Weise zu informieren oder aber fehlendes Wissen zu ergänzen.

Sartori stellt die Frage, ob Cohen ebenfalls wie viele Kollegen glaube, dass in Zukunft Internet, Radio und Fernsehen parallel laufen werden. In fünf Jahren spätestens werden die Barrieren zwischen den drei Medien brechen, vermutet Deborah Cohen. Dazu bräuchte man nicht nur vielseitige Mitarbeiter, die alles können, sondern auch jede Menge kreative Köpfe und junge Mitarbeiter, die „Fresh Blood“ in die Redaktionen bringen. Diesen Satz nehmen viele junge Journalisten Ernst und stehen im Anschluss an den Vortrag Schlange, um noch genauere Informationen über ein Praktikum zu erhalten. Leider hat Frau Cohen nach Auskunft eines Assistenten nur noch fünf Minuten Zeit bis ihr Flug geht und so lässt sie viele enttäuschte Gesichter zurück.

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