Vielleicht doch PR?

November 18, 2008

Wissenschaftsjournalismus, das heißt oftmals unverständliche Themen aus der Wissenschaft für die Allgemeinheit verständlich aufzuarbeiten. Also komplexe Dinge einfach erklären. Was man vor allem dafür braucht ist Raum um sich Klarheit über die komplizierten Sachverhalte zu verschaffen. Die Frage ist: Kann der Wissenschaftsjournalismus diesem Anspruch in der heutigen Medienwelt noch gerecht werden? Fakt ist, ein Medium mit genug Raum für einen Artikel von 10.000 Zeichen ist heute kaum noch zu finden. Diesen Platz gibt es im vom Nutzwert getriebenen Boulevardjournalismus unserer Zeit einfach nicht. Der klassische Bericht vergangener Tage stirbt aus, er wird durch das Feature ersetzt. Häppchen sind die Zukunft, und wehe es fehlt dabei der Nutzwert.
Doch wo findet man diese Häppchen? Neben Fachzeitschriften und eigens recherchierten Themen sind auch Pressemitteilungen von großen Unternehmen eine mögliche Recherchequelle. Recherche oder gar Themenfindung durch die böse, mächtige PR? Niemals, sagt der verantwortungsbewusste Journalist. Aber warum eigentlich nicht? Immerhin versorgt sie uns täglich mit immer neuen herausragenden Sensationen. Jeden Tag offenbart sie uns die neusten Entwicklungen und Innovationen, und alle sind sie perfekt zugeschnitten auf den Verbraucher. Ist die PR wirklich so böse wie immer behauptet? Die Antwort muss jeder für sich selbst finden. Fakt ist, das wichtigste Gut des Journalisten ist seine Unabhängigkeit, diese darf er niemals verlieren. Denn nicht in allen Fällen von PR muss man von böser, dunkler Macht sprechen. Denn eines ist sicher: jede Medaille hat zwei Seiten. Es gibt saubere PR und schmutzigen Journalismus.

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